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I´m too ordinary^^

Naja, die Überschrift sagt doch schon fast alles, oder? Es is unglaublich.
Also, ich wohn jetzt seit mehr als 2 Jahren hier in diesem privaten Studentenwohnheim mit 15 anderen Parteien zusammen. Ich hab die vor ner knappen Woche das erste mal überhaupt gesehen geschweige denn mit denen geredet... Naja, bissi gelabert und Jeder n bissi erzählt. Auf einmal meint Nummer 4 (wir haben uns auf Nummern geeinigt, da wir uns alle keine Namen merken können): "Irgendwie hab ich das Gefühl, als hätte ich noch nix erlebt in meinem Leben" Ich schaue Nummer 4 verständnislos an... "Naja, wenn man dir so zuhört kann man denken, man hat bisher sein Leben verschwendet mit nixtun... Also nich nixtun in dem Sinne, sondern... Du weisst schon, wie ich das meine" Mein verwirrter und vom Alk leicht benebelter Blick schweift zu Nummer 3, der seit geraumer Zeit mit offenem Mund und anscheinend unfähig überhaupt etwas zu sagen auf dem Flur steht und zum jetzigen Zeitpunkt nur langsam nickt. Okay, schnell an diesem Anblick vorbei, die Augen auf Nummer 2 richten... Ah Nummer 2 ist nicht ganz so fassungslos. Naja der hat ja auch n bissi mehr zu erzählen gehabt als nur "Schule, Hausaufgaben, Uni. Arbeit". (Kennt einer von euch den Film "Nummer 5 lebt"? Irgendwie find ich es schon fast ironisch, dass ich Nummer 5 bin...)
Ist es inzwischen echt so, dass wir in einer derartigen Leistungsgesellschaft leben, dass es nicht mehr darauf ankommt zu leben sondern nur noch darauf, am längsten, am härtesten oder am bestbezahltesten zu arbeiten? Ich hatte nie das Gefühl, was Grossartiges erlebt zu haben. Zumindest nichts, was für andere einen dermassen hohen Stellenwert einnehmen könnte. Es sind doch nur Kleinigkeiten. Meine Güte, diese Menschen sind im Höchstfall 27 undkönnen nichts erzählen? So lang is es doch noch nicht her, dass man in der Schule gesessen hat und Blödsinn gemacht hat, Fehler begangen hat, über die man heute lacht, eben (für das) Leben gelernt hat, oder?
Ich weiss jetzt auf jeden Fall sehr viel mehr zu schätzen, dass mein Dad immer zu mir sagte, ich hätte die Arbeit nicht erfunden. Ich sehs ganz im Gegenteil eher als Kompliment an.
Ganz ernsthaft, ich denk nicht, dass ich ausgerechnet die Menschen im Haus habe, die eben Pech hatten. Ich denke, sie repräsentieren duraus eine traurige Mehrheit unsrer Gesellschaft. Ich frage mich, wie solche Menschen später reagieren, wenn sie während der Rente über ihr Leben nachdenken. Wenn sie überhaupt soweit kommen und nicht irgendwo auf der Strecke bleiben.
25.3.07 23:16
 


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